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Altja ist ein kleines Stranddorf auf der Nordküste Estlands. Hier findet man das Nebeneinander von alter Tradition und modernem Fischerdorf und das lebendige Treiben eines Stranddorfes aus dieser Region.

Altja war einmal reich an Lokalen. Am Anfang des 19. Jahrhunderts gab es hier 3 Lokale. Das erste von denen (wurde erwähnt im Jahre 1875) war das Lokal Paarma und trägt heute den Namen Altja Mäekõrts.

Die Menschen geraten meistens in das am Meer liegende Fischerdorf in dem Nationalpark Lahemaa auf ihrem Weg nach Võsu, Käsmu oder beim Besuchen der in der Nähe liegenden Gutshöfe (Palmse, Vihula, Sagadi). Man stoppt in Altja meistens vor dem Strandlokal, gut zu erkennen durch das Grasdach, in der Mitte des Dorfes gelegen. Nach dem Einkehren und satt von den einheimischen Gerichten und Getränken, begibt man sich zu der alten Dorfschaukel, deren Schwung die Leute mit schwächeren Nerven vor Angst zum Kreischen bringt.

Wesentlich seltener gerät man auf die am Meer liegende Kiespflasterstraβe, die zu den alten Netzschuppen führt.

Võrgukuurid • Die Netzschuppen - die Felder waren in Altja wie auch in anderen Stranddörfer klein und sandig, die allein konnten die Leute nicht ernähren. Die zusätzliche Nahrung musste man aus dem Meer bekommen. Man hat in der Nähe des Strands gefischt, man hat die Netze abends ins Meer gebracht und morgens wurden sie eingeholt.
Die Netzschuppen wurden nach Erzählungen von Bewohnern und nach Abbildungen von früher in Jahren 1973-1974 wieder stilgerecht aufgebaut. Die Netzschuppen wurden meistens von Schiffsmannschaften, deren Mitglieder aus den verschiedenen Familien stammten und gleichgroβe Fischnetze hatten für ihren Gebrauch gebaut. Auβer dem Trocknen der Netze wurden die Netzschuppen auch zum Lagern der Angelutensilien benutzt. Heute werden die Netzschuppen nicht benutzt.

• Der Haufen der Glückssteine -  in der Nähe von den Netzschuppen erhebt sich auch der Glück versprechende Steinhaufen, der jedoch kleiner ist als sein Namensvetter auf dem Käsmu Strand. Die Leute, die versucht haben ihr Leben mit einem Steinwurf zu verbessern, haben schon alle gröβere Steine zusammengetragen. Aber kleinerer Steinschotter findet man am Meer noch in groβen Mengen. Die Person, die ihren Glücksstein in den Haufen legt, darf ihren Wunsch auf keinem Fall verraten, denn sonst wird der Wunsch sich nicht erfüllen. Man sollte den Stein auch nicht mit zu groβem Schwung werfen, denn sonst prallt der Stein bald zum Werfer ab. Die jungen Frauen, die beim Steinwurf davor träumen, Mutter zu werden, können bald hinter den Babystein oder den Groβstein, der da ganz in der Nähe liegt, gehen.

• Der Babystein - eine örtliche Sage erzählt, dass alle Kinder von Altja gerade unter dem Stein gefunden worden sind. Die Kinder, die sich eine Schwester oder einen Bruder wünschen, können den Stein anklopfen.

• Das Fischerdorf - man braucht ungefähr eine Stunde, um sich in dem kleinen Stranddorf Altja, dessen Geschichte bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts zurückgeht, umzusehen. Aber der findige Spaziergänger bekommt unvergessliche Eindrücke sowohl durch die einzigartige Natur als auch durch die Strandbauernhäuser, die teilweise märchenhaften Lebkuchenhäusern ähnlich sehen, mit.

• Wanderwege:

Oandu loodusmetsarada In dem Nationalpark Lahemaa an dem Weg zwischen Sagadi und Altja liegt der ungefähr 5 km langer Naturwaldweg Oandu. Auf dem Naturweg gibt es Infopunkte, die den uralten Wald, seine Lebensgemeinschaften und die Oberflächenforme der Entwicklungsstadien von der Ostsee präsentieren. Es gibt einen Weg aus Holz in den feuchteren Stellen, so dass das Weitergehen einfacher ist, bei den steileren Steigungen gibt es Treppen. Im Winter schlängelt sich da eine Skipiste. Der Naturwaldweg Oandu liegt 3 km weit weg von dem Sagadi Gutshof an dem Weg nach Altja. Für den Weg braucht man bis ein Paar Stunden.

Kopra rada An dem Altja Fluss, 1,5 km von Altja in Richtung Sagadi liegt der Biberweg. Dieser Lernweg ist ein bisschen kürzer als ein Kilometer und man kann ihn innerhalb von einer halben Stunde durchgehen. Auf dem feuchten Boden sind Holzwege und Treppen gebaut worden. Dieser Weg präsentiert den Altja Fluss, das Flusstal und hiesige Lebensgemeinschaften, zum Beispiel Biber und die Tätigkeit denen. Die Biber haben diesem Weg auch den Namen gegeben. Ab dem Oandu Stausee hat der Fluss in manchen Stellen ein Tal tiefer als 10 m durch die Meeres- und Gletscherablagerungen untergehöhlt.
Das Meer 700 m Der Vergi Hafen 2 km
meri Vergi sadam
Schöne Wanderwege  1,5 -3 km Der Gutshof Sagadi 5 km
matkarajad (foto: EAS Turismiarenduskeskus) Sagadi mõis (f: Kalev Lilleorg)
Der Gutshof Palmse 12 km Der Gutshof Sagadi Vihula 7 km
Palmse mõis Vihula mõis